Sicherheitsglas reduziert das Risiko

Jahr für Jahr geschehen mehr Unfälle in Privathaushalten: Rund 8.000 davon enden tödlich. Gefährlich kann es zum Beispiel werden, wenn veraltete Glasscheiben in Türen oder Fenstern bei einem Sturz zu Bruch gehen und große, scharfe Glasstücke für ein hohes Verletzungsrisiko sorgen. Wirksam helfen kann hier Sicherheitsglas. Allerdings stehen Hauseigentümer diesem Thema oft sehr zurückhaltend gegenüber. Sicherheitsglas, im Bereich öffentlicher Bauten seit vielen Jahren vorgeschrieben, gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. 2 Produkte spielen dabei die größte Rolle: SECURIT-Einscheibensicherheitsglas (ESG) und Verbundsicherheitsglas (VSG).

ESG zerbröselt zu kleinen Glasstückchen
Das ESG zerspringt bei entsprechender Krafteinwirkung in kleinste Bruchstücke ohne scharfe Kanten. Es schützt bei einem Aufprall vor Schnittverletzungen am Körper. Für konstruktive Anwendungen, bei denen das Glas verschraubt beziehungsweise über entsprechende Bohrungen befestigt wird, kommt ESG wegen seiner erhöhten Biege-Zug-Festigkeit zum Einsatz. Beispiele dafür sind Glastüren oder Duschverglasungen.

VSG bleibt in einem Stück
VSG hält dank seiner mindestens zwei Glasscheiben, die mittels einer zähelastischen, widerstandsfähigen Spezial-Folie miteinander verbunden sind, auch größere Gewalt aus. Bei einer Beschädigung bleiben die Glassplitter an der Folie haften und die Scheibe behält eine hohe Resttragfähigkeit. Damit eignet sich VSG z.B. perfekt zur Verhinderung von Abstürzen aus höheren Stockwerken. Balkontüren, Geländer und bodentiefe Fenster stellen nur einige der Einsatzmöglichkeiten des Glases dar. Dazu kommen die Lichtausschnitte von Innentüren. ESG und VSG können hier auf jeden Fall Leben retten.

Einbruchschutz: Beide Gläser tauglich
ESG wird dabei als Alarmglas eingesetzt. Zerbricht es, wird eine aufgedruckte, Strom-leitende Schleife durchtrennt und der angeschlossenen Alarmanlage ein Glasbruch angezeigt. VSG wird anhand von Sicherheitsklassen bemessen (Die Klassen P1A bis P5A werden als „Durchwurf hemmend“ bezeichnet, die Klassen P6B bis P8B als „Durchbruch hemmend“). Ein wirksamer Einbruchschutz im Privatbereich beginnt schon ab Sicherheitsklasse P4A.